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Samstag, 5. Januar 2008

Ferien

Nach längerer Zeit kommt wieder einmal an dieser Stelle ein Blogeintrag. Weil in letzter Zeit immer was los war, habe ich leider nicht die Zeit und die Muse gefunden mich dem Blog zu widmen. Um eure Aufmerksamkeit zu behalten, werde ich hier die letzten Wochen nur kurz umreissen. Am 23. 12. ist die Julia am Flughafen in Lissabon angekommen und wir haben zu zweit ein nettes und besinnliches Weihnachtsfest gefeiert. Danach stand schon die Besichtung von Lissabon, Belém, Coimbra, Sintra und noch anderes auf dem Programm. Leider hat sich Petrus mit den anderen Wettergöttern ab dem 1. Jänner gegen uns verschworen und Portugal mehr Regen beschert als ich es in den lezten 4 Monaten erlebt habe. Erschwerend ist auch noch dazugekommen, dass die Julia für ein paar Tage wegen Krankheit ausgefallen ist. Trotz dieser widrigen Umstände haben wir eine schöne Zeit bis jetzt gehabt. Die Bilder (es sind einige geworden :-) ) sind bald unter folgendem Link einsehbar: Bilder. Trotzdem hab ich ein paar Fotos zum Goustiern ans Ende gestellt und falls ihr die Bilder von Silvester vermisst, das ist leider bei uns wegen Krankheit sehr ruhig abgelaufen :-(.
Ausserdem wollte ich mich auf diesem Weg noch bei allen recht herzlich bedanken, die mir alles Gute zum Geburtstag gewünscht haben. Und jetzt müsst ihr mich entschuldigen, ich muss zum Feiern aufbrechen.
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KARL

Montag, 19. November 2007

Coimbra, Viseu

Letztes Wochenende stand ein Ausflug nach Coimbra und Viseu am Programm. Am Freitag nachmittag ging es los. Nachdem wir nach langem Suchen eine Tankstelle gefunden hatten, und uns durch den Freitagnachmittagverkehr von Lissabon gekämpft hatten, fuhren wir dann ungefähr 3 Stunden Richtung Norden in die Universitätsstadt Coimbra.

Die Stadt war und ist immer noch das intellektuelle Zentrum von Portugal. Mit einer Universität, die 1290 gegründet worden ist, kann man sich die studentische Tradition hier vorstellen, insbesonders weil die Studenten hier den Grossteil der Bevölkerung ausmachen. Wir hatten bei der Herbergssuche ziemliches Glück, weil wir auf ein Hostel, stiessen, dass seit 3 Monaten offen hatte und von 3 jungen Portugiesen betrieben wird. Nach dem Einchecken haben sie uns sofort zum Abendessen und zu einer Feier eingeladen. Es gab traditionell portugiesische/brasilianische Kost: Feijoada.

Am nächsten Tag ging es dann ans richtige Besichtigen. Neben den erstaunlichen Universitätsgebäuden, mit Bibiothek, Prunksälen, Turm,..., die zum Erzählen etwas langweilig sind, haben wir auch die Überreste der letzten Sponsionsfeiern gesehen. Dazu muss man wissen, dass die traditionellen Studenten (also fast alle), in einem schwarzen Anzug, weissem Hemd mit schwarzer Krawatte durch die Gegnend laufen. Als Zeichen der Beendigung des Studiums, werden die eben Fertiggewordenen ihrer Kleider beraubt, und dass ist wörtlich zu nehmen. Alle Anderen reissen denen mit mehr oder weniger Gewalt die Kleider vom Leib, bis sie nur mehr in Socken bekleidet dastehen und dann geht die Feier anscheinend richtig los. Auf jeden Fall haben wir in den Bäume noch die letzten Überreste der schwarzer Kleidung gesehen. Eine andere augenfällig Sache, war die Einführung der jungen Studenten, das sogenanne "Praxe". Dabei müssen die Jungen mit speziell bedruckten T-shirts, in der Gruppe rumlaufen, singen und andere verrückte Sachen machen. Wir haben nur die Studenten von der Krankenschwesteruni gesehen, die den ganzen Tag singend und lärmend durch Coimbra gezogen sind. Nachdem das zwischen 50 und 80 Personen waren, haben wir sie auf unserer Tour in der ganzen Stadt gehört.



Am Abend sind wir dann Richtung Viseu aufgebrochen. Der Grund für die Wahl dieses kleinen Ortes, war, dass die Besitzerin unseres Autos, eine Schweizerin mit portugiesischer Mutter dort einen Cousin hat. Von dem Ort gibt es nicht sonderlich viel zu berichten, ein kleiner wunderschöner Ort, sogar ein Bischofssitz, aber ein wenig verschlafen. Wir haben im vornehmsten einheimischen Restaurant zu Mittag gegessen und der Durchschnittspreis für die äusserst leckeren Hauptspeisen war 4 Euro. Der Preisunterschied hat mich am meisten gewundert, weil im Vergleich dazu in Lissabon mehr oder wenig die gleichen Preise wie in Österreich zu zahlen sind. Der Wärmeunterschied zu Lissabon war auch drastisch, weil es in der Nacht in Viseu auf 5 Grad abgekühlt ist. Zurück in Lissabon musste ich allerdings heute feststellen, dass unser schönes Wetter hier auch vorbei ist und heute keine Sonne, sondern nur Wolken am Himmel zu beobachten waren.

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KARL